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vCalendar (Outlook) Kalender eintragen Freitag, 12. März 2010 20:00 h

Dieter Ilg - Otello - Trio

 Lindenhof "Da Paolo", Kasernenstraße 20, Braunschweig

Dieter Ilg: Bass
Rainer Böhm: Piano
Patrice Héral: Schlagzeug, Perkussion

Man tut sicherlich keinem der gegenwärtigen deutschen Jazz-Bassisten Unrecht, wenn man sagt, dass es zwei international herausragende Spieler dieses Instruments hierzulande gibt: Eberhard Weber und Dieter Ilg.
Erster wurde für seine musikalischen Verdienste, am Ende seiner Laufbahn befindlich, 2009 angemessen gewürdigt. Was Dieter Ilg betrifft, so hat er mit seinen 49 Jahren viel erreicht und es ist sicherlich auch noch viel von ihm zu erwarten.
Was an ihm beeindruckt, ist einerseits natürlich die virtuose Technik und eine Spielweise, die oft erzählend-bildreich genannt wird. Das entscheidende Surplus ist aber etwas anderes. Ilg hat lange darüber nachgedacht, seine musikalischen Prägungen in in die Spielweise des Modern Jazz zu übertragen, wobei es dabei nicht nur um seine ganz persönliche musikalische Sozialisation geht, sondern offenbar um ganze musikhistorische Traditionen. Das also, was in Braunschweig Maria Joao, Rudresh Mahanthappa oder Miguel Zénon auf je eigene Weise demonstrierten, nämlich musikkulturelle Kontexte unterschiedlicher Art zusammen zu führen.
Das führte Ilg zur jazzmusikalischen Volksliedadaption (CDs „Folk Songs“ und „Fieldwork“), und zwar auf absolut überzeugende Weise, wie er schon in Braunschweig zeigen konnte.
Dass er daneben aber auch die Arbeit als „Groover“ nicht gering schätzt und auch ein einfühlsamer Gestalter ist, zeigt seine Arbeit mit Till Brönner, Dieter Quasthoff, Nguyên Lê und nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit Charlie Mariano. Auch ein Solo-Projekt hat er unlängst vorgestellt; seine Lieblingsformation scheint aber das Trio zu sein.
Das zeigt nun sein neuestes Projekt, die jazzmusikalische Annäherung an die Opernwelt, genauer: an Verdis „Othello“. Es wäre interessant zu wissen, ob und inwieweit Ilg dabei die Arbeit des Paul Motian Trios „Tethered Moon“, die die Einspielung „Experiencing Tosca“, also eine Puccini-Anverwandlung vornahmen, bekannt war. Auf jeden Fall gelingt Ilg hier mit seinen Mitspielern Rainer Böhm am Piano und Patrice Héral am Schlagwerk ein überraschender Coup. Böhm zeigt sich als einfühlsamer Tastenvirtuose, der allerdings in der Fachpresse noch recht wenig beachtet scheint, während Patrice Héral nicht nur als Schlagzeuger überzeugt, sondern über ein umfangreiches Können verfügt, auch elektronische Samples in die Musik einzubauen.
Zu erwarten ist auf jeden Fall ein Trio mit hohem künstlerischen Anspruch, Spielfreude und mitreißender Intensität.

Jüngste Veröffentlichung: Dieter Ilg „Otello“ (fullfat 09/Edelkultur). VÖ: 2/2010

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
- Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

» Weitere Informationen

Eintritt: Abendkasse 17 € / 15 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
» Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz
» Kulturinstitut der Stadt Braunschweig


vCalendar (Outlook) Kalender eintragen Freitag, 16. April 2010 20:00 h

Makiko Hirabayashi Trio

 Braunschweigische Landessparkasse, Dankwardstraße 1, Braunschweig

Makiko Hirabayashi: Piano
Klavs Hovman: Kontrabass
Marilyn Mazur: Schlagzeug, Perkussion

Auf den ersten Blick verblüfft es schon, dass eine Japanerin Dänemark zu ihrem Hauptwohnsitz gemacht hat, auf den zweiten allerdings weniger. Es haben schon viele hervorragende Jazzmusiker vor ihr Dänemark zu ihrer Wahlheimat erkoren, man denke nur an Stan Getz, an Dexter Gordon oder in jüngerer Zeit Horace Parlan oder Bob Rockwell.
Damals wie heute bietet dieses Land eben alles Wesentliche für international renommierte Jazzmusiker, wie es Makiko Hirabayashi auch ist: eine lebendige dänische Jazz-Szene mit sehr guten MusikerInnen und internationalen Festivals nicht nur in Kopenhagen..

Sie lernte früh das Geigen- und Klavierspiel, vertiefte letzteres in Boston, USA und dann in Kopenhagen, am einzigen „Konservatorium für Rhythmische Musik“ in Nordeuropa. Ihre Einflüsse beschreibt sie als vielfältig: Klassik, Modern Jazz, fernöstliche Sounds und nordische Folkmusik. Sie greift diese Anregungen auf spezifische Weise auf. Es ist ein Changieren zwischen den Genres, das ihr Spiel und ihre Kompositionen auszeichnet.
Es handelt sich um eine oftmals nahezu intime Musik, die ihre Weite und Klarheit durch Hirabayashis filigranes, aber auch kraftvolles und weiträumiges Klavierspiel erhält, so Raum schaffend für die Individualität ihrer beiden Mitspieler. Klavs Hovmans Bassspiel umfängt die Melodien je nach Bedarf mal impressionistisch, mal kammermusikalisch oder kräftig groovend, während die weltweit bekannte Perkussionistin Marilyn Mazur (Richtig; die da mit Miles Davis, Wayne Shorter, Jan Garbarek und vielen anderen Großen des Jazz zusammenspielte) mit ihren Sounds und Rythm Patterns die Musik von vielen Seiten her zu öffnen versteht.

So entsteht eine Musik voller poetischer Stimmungen, überraschender und beeindruckender Lyrizismen, neuer Tonalitäten und einer ganz eigenen Konstellation von Reflexion und kräftigem Zugriff, von Struktur und Auflösung, von Intensität und Weite.

Letzte Veröffentlichung: Hide and Seek. (2009. Enja 9192)

Karten:
- Musikalienhandlung Bartels, Braunschweig, Schlosspassage, Tel.: 0531 / 125712
- Tourist-Büro Braunschweig (Am Dom), Tel.: 0531 / 470-2040
- Konzertkasse, Braunschweig, Schild 1a, Tel.: 01805 / 331111
- Online über eventim
- Abendkasse
- und weitere ...

» Weitere Informationen

Eintritt: Abendkasse 20 € / 18 € (ermäßigt) / 7 € (SchülerInnen)

Mit freundlicher Unterstützung:
» Braunschweigische Landessparkasse
» Kulturinstitut der Stadt Braunschweig

 
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